TSV 1869 Sundhausen
 
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28.05.2017: TSV 1869 Sundhausen - FSV 06 Uder
Mit einer starken Vorstellung in die Sommerpause

Am gestrigen Sonntag fand in Sundhausen bei hochsommerlichen Temperaturen die Nachholpartie zwischen dem TSV 1869 Sundhausen und dem Vizemeister FSV 06 Uder statt. Danach sollte es auch für diese beiden Teams in die verdiente Sommerpause gehen. Was die Motivation einerseits noch zusätzlich verstärkte, aber andererseits für ein wenig bedrückte Atmosphäre sorgte, war der Umstand, dass es das definitiv letzte Pflichtspiel unter der Leitung des Trainertrios M. Bergmann, J. und T. Meisel werden würde. Vor Spielbeginn gaben sie noch einmal die Marschrichtung heraus, um die Tormaschinerie (91 Tore) aus dem Eichsfeld mit ihrer Topschützin K. Wilhelm (48 Tore) bestmöglich im Zaum zu halten: sicher in der Defensive stehen, erste Bälle nehmen, keinen Zweikampf scheuen und diszipliniert nach vorne spielen. Im Vergleich zur Vorwoche gab es kaum Änderungen in der Aufstellung, die Trainer schenkten den Spielerinnen das Vertrauen, die gegen Gera den Sieg errungen hatten.
In der 12. Spielminute zeigte Wilhelm gleich mal, warum sie vor der Partie als beste Torschützin der Liga geehrt wurde, sie löste sich auf der linken Seite von ihren Gegenspielerinnen und schloss an der Strafraumkante ab. Der Schuss ging jedoch knapp am Tor vorbei. Aber auch die TSV-Damen beschränkten sich nicht nur aufs Zuschauen. Die Offensivabteilung verstand es, die Hintermannschaft Uders mit ein paar schnell vorgetragenen Angriffsversuchen zu beschäftigen. Nach einer gespielten Viertelstunde brachte C. Bergmann einen Eckball gefährlich in den 5m-Raum, allein der Abnehmer auf Sundhäuser Seite fehlte. Dem Vizemeister mangelte es in der ersten halben Stunde noch an der Präzision, sodass Wilhelm nicht optimal bedient werden konnte bzw. wenn sie am Ball war, sie von der jungen robusten M. Schuchardt zumeist gestoppt wurde. Die Abstimmung in der TSV-Viererkette funktionierte auch an diesem Tag wieder sehr gut, sodass Uder bis auf ganz wenige Ausnahmen keine Lücke in der ersten Halbzeit fand. Wenn sie dann doch einmal den Abwehrriegel aushebeln konnten, war Torfrau Sandra Drehmann immer zur Stelle, indem sie selbst in brenzligen Situationen souverän blieb. Außer zwei Abseitssituationen auf beiden Seiten gab es bis zur 35. Spielminute keine nennenswerten Aktionen. Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff bediente Juliane Klein von rechts Stürmerin M. Chmiel, die einen Fehler in der Abwehr des FSV ausnutzte und die 1:0 Führung markierte. Im Anschluss durchlebte Uder eine kleinere Schwächephase. Die Mannschaft rückte nicht mehr nach, sodass Wilhelm oftmals ganz auf sich allein vor der TSV-Defensive auftauchte, ohne dabei etwas ausrichten zu können. In der 42. Minute startete der TSV einen schnellen Angriff: initiiert von Torfrau Drehmann fand der Ball über die Stationen Klein und C. Frohl den Weg zu Chmiel, die ihren Torriecher endgültig wiederentdeckte und mit links aus der Drehung zum 2:0 abschloss.
Nach der Halbzeitpause ergab sich zunächst ein kaum verändertes Bild: beide Teams agierten auf Augenhöhe. Allerdings verloren die Gastgeber ohne erkennbaren Grund zehn Minuten nach Wiederanpfiff den Zugriff zum Spiel, was dazu führte, dass Uder zu mehr Tormöglichkeiten kam. In der Konsequenz führte dies in der 61. Minute zum Anschlusstreffer durch Wilhelm. Leider wirkte dieses Tor nicht wie ein Weckruf für den TSV: es mangelte in dieser Phase an der Laufbereitschaft, die Zweikämpfe wurden nur halbherzig geführt und die Abstimmung zwischen Defensive und Offensive funktionierte nicht mehr, sodass sich Uder große Räume zum Kombinieren boten, die sie jedoch nicht nutzen konnten. Die kurze Trinkpause in Mitte der zweiten Hälfte war eine willkommene Gelegenheit den überhitzen Körper etwas abzukühlen und einmal ausgiebig durchzuatmen. Danach gelang es den TSV-Frauen wieder etwas besser ins Spiel zu finden, allerdings war Uder trotzdem zumeist einen Schritt schneller, was zu weiteren Chancen führte, die Drehmann glücklicherweise vereiteln konnte. Charakteristisch für das Auftreten Sundhausens war, dass sie nur noch reagierten und selbst keine zwingenden Aktionen mehr in die gegnerische Hälfte unternahmen. Die Einwechslung von I. Hartmann für Stephanie Drehmann brachte dann allerdings, man möchte fast sagen unerwartet, frischen Wind in die Offensive. Die etatmäßige Verteidigerin Hartmann verstand es sehr gut, die Hintermannschaft Uders durcheinander zu bringen und selbst den Abschluss suchen. Die Schüsse wurden jedoch etwas zu überhastet abgegeben und es mangelte an der Präzision. Aufgrund der Witterungsbedingungen verwundert es kaum, dass beiden Teams zunehmend die Kräfte schwanden. Diese fehlende Spritzigkeit des Gegners nutzte Juliane Klein in der Nachspielzeit dann noch zu ihrem Vorteil aus. Nach einem Tempolauf markierte sie durch einen Flachschuss in die linke Ecke den viel umjubelten 3:1 Endstand für ihre Mannschaft.
Damit endet die Saison für die Damen des TSV Sundhausen mit einem respektablen 7. Tabellenplatz und den zweitwenigsten Gegentoren der Liga. Nur der Landesmeister aus Jena kassierte weiniger Gegentreffer. Wenn bis zur kommenden Saison an der eigenen Abschlussschwäche kontinuierlich gearbeitet wird, dann ist man auf Sundhäuser Seite zuversichtlich, dass in der nächsten Spielzeit noch etwas Platz nach oben ist.
Bericht: Julia Klein

21.05.2017: TSV 1869 Sundhausen - F.F.C. Gera
Mit viel Leidenschaft zum Heimdreier

Am vergangenen Sonntag empfingen die Damen des TSV Sundhausen den F.F.C. Gera auf dem heimischen Rasen. Die Gäste aus Ostthüringen wollten mit einem Auswärtserfolg ihre Chance auf die Vizemeisterschaft hinter dem FF USV Jena III wahren. Die Gastgeber hatten hingegen kein konkretes Ziel, sie gingen mit der Maßgabe in die Partie, Spaß zu haben und den zahlreich erschienenen Zuschauern ein unterhaltsames Spiel zu bieten. Wenn dabei die Negativserie gegen Gera reißen würde, wäre dies eine zusätzliche Belohnung für die stetig gute Zusammenarbeit zwischen Trainerstab und Spielerinnen.
Der F.F.C. ging von Beginn an sehr dynamisch und fokussiert ans Werk. Sie versuchten den TSV durch schnell vorgetragene Angriffsversuche über die Mitte in dessen eigener Hälfte festzusetzen. Die Sundhäuserinnen konnten ihren Gegner zum Teil nur mit regelwidrigen Mitteln vom Torabschluss abhalten, was Gera ein paar aussichtsreiche Freistoßsituationen in Tornähe bescherte. Sundhausens zurückgekehrte Stammtorfrau S. Curth war allerdings zu jeder Zeit voll auf der Höhe und vernichtete in souveräner Manier diese Großchancen, was Gera mitunter an den Rand der Verzweiflung brachte. Allerdings beschränkten sich die Gastgeber ihrerseits auch nicht ausschließlich aufs Verteidigen. Wenn Gera ihnen Raum anbot und sie ihr Aufbauspiel breit machen konnten, waren sie des Öfteren in der Lage, sich bis in den gegnerischen Strafraum zu kombinieren, allerdings ohne einen zwingenden Torabschluss. In der Mitte der ersten Halbzeit wagte sich Linksverteidigerin L. Brand mit nach vorne und bediente Stürmerin M. Chmiel mustergültig, welche den Ball im Anschluss auch im Tor unterbrachte. Der Schiedsrichter hatte jedoch auf Abseits erkannt und so war der Jubel der TSV-Frauen nur von kurzer Dauer. Nach einem Zuspiel von Sandra Drehmann suchte Kapitänin C. Frohl aus ca. 20m den Abschluss, ihr Schuss ging aber leider einige Meter am Tor vorbei. Die Ostthüringerinnen blieben über die gesamte erste Hälfte vor allem bei Standards wie Freistößen und Eckbällen gefährlich. Zumeist wurden diese Bälle jedoch zur sicheren Beute von Curth. Somit ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Halbzeitpause. Dort zeigte sich das Trainertrio durchaus zufrieden und blickte sehr zuversichtlich auf die verbleibenden 45 Minuten. Die Mannschaft sollte das in sie gesteckte Vertrauen in der zweiten Hälfte dann auch zurückzahlen.
Gera musste seinem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen und kam nicht mehr ganz so stürmisch und überfallartig in Richtung TSV-Strafraum, trotzdem blieben sie mit ihrer spielstarken Mannschaft zu jeder Zeit gefährlich, was der Sundhäuser Defensive eine erhöhte Konzentration abverlangte. In der 52. Spielminute überraschte Curth mit einem langen und präzisen Abschlag die Geraer Hintermannschaft. Chmiel nutze die sich ihr bietende Chance, legte den Ball mit dem Kopf an einer Gegenspielerin vorbei und vollstreckte mit links zum viel umjubelten Führungstreffer für Sundhausen. In der Folge erarbeitete sich der TSV weitere Gelegenheiten, eine fast 100%ige Möglichkeit hatte dabei Flügelspielerin C. Bergmann, welche sich nach Vorlage von Frohl allein vor der Gästetorfrau befand, die sich nicht aus der Ruhe bringen ließ und Bergmann zu einem überhasteten Abschluss veranlasste. In den Schlussminuten versuchte Gera noch einmal auf den Ausgleich zu drängen: allerdings waren die langen Bälle in die Spitze entweder zu weit oder wurden durch die sehr gut gestaffelte TSV-Viererkette abgefangen. Durch eine gute Abstimmung in der Hintermannschaft funktionierte auch die Abseitsfalle. Mit vereinten Kräften konnten die Gastgeber ihren knappen Vorsprung bis zum Schluss verteidigen und hätten in der letzten Minute sogar noch erhöhen können, aber leider wurde der Schuss von Sandra Drehmann nach einer Ecke von Juliane Klein von einer Geraer Spielerin abgeblockt.
Festzuhalten ist, dass die Sundhäuser Frauen sich diesen Heimerfolg durch mannschaftliche Geschlossenheit und viel Leidenschaft verdient haben. Dieser Sieg hat gezeigt, dass man auch gegen Spitzenteams aus der oberen Tabellenhälfte bestehen kann und mit der richtigen Einstellung sehr viel möglich ist. Diese Woche Sonntag steht in Sundhausen das letzte Ligaspiel der Saison 2016/17 gegen die Tormaschinerie aus Uder (91 Tore) auf dem Programm. Hier heißt es nochmal Konzentration schärfen und Motivation bündeln, um den Vizemeister aus dem Eichsfeld etwas zu ärgern.
Bericht: Julia Klein

21.05.2017: Bericht zum Tag des Mädchenfußballs beim TSV 1869 Sundhausen e.V.
Am Sonntag, 21.05.2017, führte die Frauenmannschaft des TSV 1869 Sundhausen e.V. von 9:30 – 12:30 Uhr auf den Sportplatz in Gotha-Sundhausen den Tag des Mädchenfußballs durch. Die Veranstaltung wurde im Vorfeld intensiv über verschiedene Medien (Zeitung, Facebook, Homepage TSV Sundhausen, Mail an alle Sportvereine im Landkreis) sowie über den Aushang von Postern in allen Schulen der Stadt, Jugendclubs und anderen von Kindern und Fußballern frequentierten Orten beworben.
Mit der Ausrichtung des Tags des Mädchenfußballs hatte der Verein die Absicht, Mädchen anzusprechen, die noch nicht aktiv in einem Verein Fußball spielen sind, aber Spaß am Kicken haben und sich vorstellen könnten, im Mannschaftsverbund aktiv zu spielen und zu trainieren.
Für die Frauenmannschaft bestand darüber hinaus das Ziel, die ein oder andere aktive Spielerin aus anderen Vereinen zu erreichen, die derzeit noch in einer gemischten Jugendmannschaft Fußball spielen kann, aber auch aufgrund ihres Alters bald nur noch in einer reinen Frauenmannschaft weiter Fußball spielen kann.
Trotz des hervorragenden Wetters und der Werbung im Vorfeld fanden sich an dem Tag nur knapp 10 Mädchen auf dem Sportplatz zu der Veranstaltung ein, was es jedoch ermöglichte mit den Teilnehmerinnen individuell in Gespräche zu kommen und ihr Interesse am Fußball spielen genauer zu hinterfrage und zu wecken. Die Teilnehmerinnen waren aus unterschiedlichen Altersklassen, von Bambini bis D-Junioren und verfügten über unterschiedliche Erfahrungen im Fußball spielen, wobei fast alle noch nicht aktiv in einem Verein waren.
Nach einer gemeinsamen Erwärmung konnten die Teilnehmerinnen sich an 5 Stationen in unterschiedlichen Disziplinen versuchen (Passspiel, Dribbling, Jonglieren, Kopfball, Elfermeter schießen). Nach einigen Übungsdurchgängen wurden ein oder zwei Versuche je nach Station mit Punkten bewertet. Die Punkte wurden gesammelt. Aufgrund der wenigen Teilnehmerinnen und deren unterschiedlichen Alters verzichtete man aber darauf am Ende eine beste Teilnehmerin auszuzeichnen, sondern vergab an alle die gleichen Preise.
Nach der Stationsarbeit wurde nach einer kleinen Pause, in der die Teilnehmerinnen ihre Getränke- und Verzehrgutscheine einlösen konnten, noch ein kleines Spiel über 2 Halbzeiten mit je 10 Minuten Spielzeit durchgeführt. Die Mannschaften wurden jeweils durch eine Spielerin des TSV Sundhausen ergänzt.
Zum Abschluss gab es für alle Mädchen eine Teilnahmeurkunde und eine Medaille sowie zwei kleine Fußbälle und Geschenke, die vom DFB zur Verfügung gestellt wurden. Außerdem wurde jeder Teilnehmerin eine Einladung zum Probetraining in ihrer entsprechenden Altersklasse übergeben.
Die Teilnehmerinnen und deren Eltern bedanken sich für die gute Organisation der Veranstaltung, einige blieben auch noch bis zum Spiel der Frauenmannschaft des TSV gegen F.F.C. Gera um 14:00 Uhr.
Bericht: Madlen Kästner

14.05.2017: ESV Lok Meiningen - TSV 1869 Sundhausen
In allerletzter Sekunde

Zum letzten Auswärtsspiel der Saison 2016/17 traten die Damen des TSV Sundhausen bei frühsommerlichen Temperaturen beim ESV Lok Meiningen an. Das Trainerteam musste aufgrund personeller Ausfälle etwas improvisieren, so fand sich beispielsweise Stephanie Drehmann auf der für sie eher ungewohnten Ballverteilerposition hinter der einzigen Sturmspitze M. Chmiel wieder und C. Bley half zum wiederholten Mal als Ersatztorhüterin aus. Durch die Rückkehr von J. Klein konnte allerdings wieder auf die altbewährte Viererkette umgestellt werden.
Von Beginn an setzten die Gäste die jungen Südthüringerinnen unter Druck und verlagerten das Spielgeschehen in der ersten Viertelstunde in deren Hälfte. Im Unterschied zu den vorangegangenen Partien belohnte sich der TSV diesmal für den hohen Aufwand: in der 8. Spielminute brachte L.-J. Schwarz den Ball in Richtung Strafraum, dort stand Chmiel goldrichtig und verwandelte aus kurzer Distanz souverän zur 1:0 Führung. Nach dem frühen Treffer und der Anfangseuphorie schlichen sich nach knapp 20 Minuten die ersten Fehler im Spielaufbau der Gäste ein, auch die Zweikämpfe gegen die robusten Meiningerinnen wurden einerseits nicht konsequent genug und andererseits wieder zu übermotiviert geführt, sodass der ESV immer mehr Zugriff auf das Spielgeschehen gewinnen konnte. In der Mitte der ersten Hälfte überlief die rechte Flügelspielerin die Abwehrreihe des TSV und brachte den Ball scharf in den 16m-Raum, von dort wurde er auf die an der Strafraumkante postierte J. Döller weitergeleitet, welche ohne großes Zögern den Abschluss suchte. Bley hatte bei dem platzierten Flachschuss nicht die geringste Abwehrchance. Im Anschluss fand vor allem Torjägerin A. Mittelsdorf immer besser ins Spiel, sodass Schwarz und Klein allerhand zu tun hatten, die schnelle und technisch versierte Stürmerin unter Kontrolle zu halten. Bei zwei Situationen konnten sie nur im letzten Moment klären. Die TSV-Frauen besannen sich gegen Ende der ersten Halbzeit allerdings wieder auf ihre Stärken und versuchten sich über viele Ballkontakte bis in den gegnerischen Strafraum zu kombinieren, wobei Drehmann die ihr zugewiesene Rolle aufgrund ihrer Ballsicherheit überzeugend erfüllte. Auch C. Bergmann brachte ihre Gegenspielerin auf der linken Außenbahn immer wieder in Bedrängnis und versuchte gefährliche Bälle in die Spitze zu spielen, ein Torerfolg war den Gästen allerdings bis zum Halbzeitpfiff nicht vergönnt.
Kurz nach Wiederbeginn gab es einen Freistoß für die Gastgeber, nachdem der Ball eigentlich aus der Gefahrenzone war, kam er durch einen Fernschuss postwendend auf das Sundhäuser Tor, wo Mittelsdorf einen missglückten Abwehrversuch ausnutze und die 2:1 Führung markierte. Aber anstatt aufzugeben und es Meiningen zu leicht zu machen, bündelten die Sundhäuserinnen ihre Energie und drängten auf den Ausgleich. Dies war angesichts der warmen Temperaturen keine allzu einfache Aufgabe, aber durch das große Laufpensum, vor allem von den zentralen Akteurinnen C. Frohl und Sandra Drehmann kam der TSV zu weiteren aussichtsreichen Möglichkeiten: so hatten Chmiel, Stephanie Drehmann, Schwarz und Frohl ihren Torabschluss, einzig an der Präzision mangelte es. Das Kämpfen bis zum Schlusspfiff sollte sich jedoch bezahlt machen. In der Nachspielzeit wurde Sandra Drehmann kurz vor der Strafraumgrenze regelwidrig vom Ball getrennt. Der fällige Freistoß aus günstiger Position war eine Angelegenheit für Bergmann. Ihren Schuss konnte die Meininger Schlussfrau allerdings zur Ecke abwehren. Jeder war sich dabei bewusst, dass dieser Eckball die letzte Ausgleichsmöglichkeit war. Die erst 17 Jahre alte M. Schuchardt nahm sich ein Herz und führte die Ecke aus: ihre flache Hereingabe wollte eine Abwehrspielerin eigentlich klären, aber anstatt zur Torauslinie ging der Ball zum großen Jubel der Gäste ins eigene Gehäuse. Durch diesen Last-Minute-Ausgleich zeigte sich der TSV insgesamt mit dem Ergebnis zufrieden, eine Niederlage hätte hingegen den Spielverlauf keineswegs wiedergespiegelt.
Am kommenden Wochenende wartet mit dem FFC Gera ein schwerer Gegner auf dem heimischen Rasen. Zuvor veranstaltet der TSV Sundhausen allerdings noch den Tag des Mädchenfußballs, wozu alle jungen Fußballbegeisterten herzlich eingeladen sind.
Bericht: Julia Klein

30.04.2017: TSV 1869 Sundhausen - SSV 07 Schlotheim
Sichere Führung fast noch aus der Hand gegeben

Die Frauenmannschaft des TSV 1869 Sundhausen hatte am 19. Spieltag in der Verbandsliga den SSV 07 Schlotheim auf heimischen Rasen zu Gast. Nach der verlorenen Partie der Vorwoche in Weimar hieß es gegen den Tabellen 11. mehr Treffsicherheit beweisen und die sich bietenden Torchancen nutzen, um keine weiteren Punkte mehr liegen zu lassen.
Diese Zielstellung konnten die Sundhäuserinnen auch mit den Anpfiff im Spielgeschehen umsetzen. Bereits nach wenigen Minuten hatten sie das Spiel in die Schlotheimer Hälfte gedrängt und erarbeiten sich erste Chancen. Anders als in der Vorwoche gelang es auch frühzeitig, diese in Zählbares zu verwandeln. Nach Zuspiel von Marta Chmiel erzielte die in den Sturm vorgerückte Carolin Bergmann in der 6. Minute das erste Tor der Partie. Bereits kurze Zeit später hätte Juliane Klein nach einer zielgenauen Flanke von Marta Chmiel auf 2:0 erhöhen können, ihr Ball verfehlte aber knapp das Tor.
Auch in der Folgezeit nutzen sie die Ballunsicherheiten in den Schlotheimer Reihen und brauchen sich durch gute Kombinationen immer wieder in torgefährliche Position. Leider ging man nun mit den zahlreichen sich bietenden Chancen zu leichtfertig um. So blieb Stürmerin Jennifer Schwabe weiter glücklos. Obwohl sie sich immer wieder gegen ihre Gegenspielerin gut durchsetzen konnte, scheiterte sie in der letzten Konsequenz entweder an der Gäste-Torfrau oder an sich selbst. Schließlich war es die Vorbereiterin des ersten Tores Marta Chmiel, die einen Freistoß von Sandra Drehmann in der 35. Minute zur verdienten 2:0-Führung verwerten konnte.
Die Gäste aus Schlotheim waren in der ersten Halbzeit vor allem mit der Abwehr der zahlreichen Sundhäuser Chancen beschäftigt und hatten Mühe ihr eigenes Offensive-Spiel aufzubauen. Die wenigen Situationen in Tornähe konnte die TSV-Abwehr immer noch frühzeitig klären.
Mit der verdienten, aber in der Höhe nicht zufriedenstellenden Führung für die Gastgeberinnen ging es in die Pause. Doch anstatt die Souveränität der ersten Halbzeit beizubehalten, fanden die Sundhäuserinnen nach dem Wiederanpfiff nur schwer ins Spiel. Stattdessen waren es die Schlotheimerinnen, die den nun für sie vorteilhaften Wind sowie die Unkonzentriertheit der Sundhäuserinnen für sich nutzten. Die TSV-Abwehr kam erstmals im Spiel wirklich in Bedrängnis, konnte aber zunächst noch alle Versuche der Gäste vereiteln. Die gewonnenen Bälle wurden jedoch im Gegenzug nicht mehr genutzt, um selbst daraus Chancen zu entwickeln, sondern leichtfertig wieder verloren gegeben.
Schlotheim wurde immer druckender, sodass die TSV-Frauen immer häufiger in echte Bedrängnis gelangten. Nach eine Ecke in der 79. Minute konnte Julia Klein einen sicheren Treffer nur noch reflexartig mit der Hand abwehren. Den folgerichtigen Elfmeter verwandelte Gäste-Spielerinnen Sabrina Kurzner kaltschnäuzig. Als doppelte Strafe für den TSV sah Julia Klein für die Aktion auch noch die rote Karte.
Nun in Unterzahl agierend musste man zudem gegen den durch den Anschlusstreffer geweckten Ehrgeiz der Gäste ankommen, was oftmals in höchster Not nur durch ein Foul gelang. Durch die häufigen Standardsituationen für die Schlotheimerinnen hatten die Gastgeberinnen große Mühe, die zur Halbzeit noch sicher geglaubte Führung nicht aus der Hand zu geben.
Im Gegensatz zur ersten Halbzeit waren zudem wirkliche Torchancen auf TSV-Seiten nun Mangelware. Umso mehr hieß es Aufatmen mit dem Ertönen des Schlusspfiffes und den damit gesicherten 3 Punkten.
Die Zielstellung für das Auswärtsspiel am kommenden Sonntag gegen Schott Jena heißt damit weiterhin an der Chancenverwertung arbeiten und die Konzentration über 90 Spielminuten aufrecht erhalten.
Bericht:Madlen Kästner

23.04.2017: Weimarer FFC - TSV 1869 Sundhausen
Punkte verschenkt

Am vergangenen Sonntag traten die Damen des TSV Sundhausen gegen ihren direkten Tabellennachbarn, den Weimarer FFC, an. Mit einem Auswärtssieg hätten die Sundhäuserinnen den Abstand auf die obere Tabellenhälfte verkürzen können, sodass im Ligaendspurt noch ein Sprung in der Tabelle möglich gewesen wäre. Personell war der TSV an diesem Tag gut aufgestellt, sodass das Trainerteam theoretisch aus dem Vollen schöpfen konnte. Mit einem starken Mannschaftsgeist wollte man endlich mal den „Weimar-Fluch“ besiegen, da es bisher noch nie gelang, Punkte aus der Klassikstadt zu entführen.
Gemäß diesem Anspruch begann die Partie mit deutlichen Spiel- und Platzvorteilen für die Gäste. Die Sundhäuser Defensive unterband meist frühzeitig die Angriffsversuche des FFC, sodass die Gastgeber lediglich zweimal vor Ersatztorfrau C. Bley auftauchen konnten. Aber sowohl ein Schuss aus spitzem Winkel, als auch ein Freistoß aus ca. 20m verfehlten das Ziel recht deutlich. Ganz anders sah es auf der Gegenseite aus, Sundhausen erarbeitete sich über sein spielerisch starkes Mittelfeld einige Abschlussmöglichkeiten, allerdings mangelte es an der nötigen Abschlusspräzision bzw. Konzentration. Die beiden aussichtsreichsten Chancen hatte Juliane Klein-zunächst wurde sie nach einer schönen Einzelaktion von J. Schleif mustergültig bedient, ihr Schuss ging leider knapp am Weimarer Tor vorbei. Wenige Minuten später schickte C. Bergmann sie in Richtung Torhüterin A. Bothe, diese reagierte jedoch hervorragend und vereitelte somit die nächste Torgelegenheit des TSV.
Somit ging es mit einem für die Gäste wenig zufriedenstellenden 0:0 in die Halbzeitpause. Trainer M. Bergmann zeigte sich zunächst noch zuversichtlich, dass seine Elf in der zweiten Hälfte die großen Räume effektiver nutzen und die sich bietenden Chancen kaltschnäuziger verwerten würde.
Die Gastgeber machten diese Hoffnungen allerdings innerhalb weniger Minuten nach Wiederanpfiff mit einer relativ einfachen Taktik zunichte- sie pressten die Sundhäuserinnen in überfallartig vorgetragenen Angriffen in die eigene Hälfte, sodass sich die Defensive nicht aus der Umklammerung lösen konnte. In der 49. Spielminute konnte ein Angriffsversuch des FFC nur mit regelwidrigen Mitteln gestoppt werden- der folgende Freistoß von der Strafraumkante wurde präzise in den 5m-Raum geschlagen, wo Torjägerin A. Mursch lauerte und den Ball souverän an Bley vorbei ins Tor spitzelte. Aber anstatt diesen Rückstand als Weckruf zu nehmen, schien es so, als ob die TSV-Frauen sich auch in den folgenden Minuten nicht davon erholen konnten. Ein richtiger Spielaufbau kam aufgrund zu vieler technischer Fehler nicht zustande, in die Zweikämpfe wurde zumeist nur halbherzig gegangen und die wenigen Tormöglichkeiten, die erspielt wurden, konnten nicht konsequent genutzt werden. Beispielsweise scheiterte J. Schwabe nach einer Ecke aus kurzer Distanz an Bothe und nach Vorarbeit von C. Frohl konnte ihr Schuss in letzter Sekunde noch geblockt werden. In der 74. Spielminute hätten die Gastgeber zumindest ausgleichen können-Kapitänin Frohl scheiterte jedoch am Elfmeterpunkt. In der letzten Minute der Nachspielzeit hätte Weimar sogar noch auf 2:0 erhöhen, hierbei war es einzig der Glanzparade von Bley zu verdanken, dass es beim 0:1 aus Sundhäuser Sicht blieb.
Somit geht der Fluch weiter, auch wenn in dieser Partie deutlich mehr drin gewesen wäre. Die Ursachen für die Niederlage müssen die TSV-Damen jedoch einzig bei sich selbst suchen und dabei eine schnelle Fehleranalyse betreiben, sodass am kommenden Sonntag gegen den SSV 07 Schlotheim eine verbesserte Einstellung zum Heimsieg führen kann.
Bericht:Julia Klein

02.04.2017: 1. FFC Saalfeld - TSV 1869 Sundhausen
Punkt gewonnen, aber Traum vom Pokalhalbfinale geplatzt

Am vergangenen Sonntag traten die Frauen des TSV 1869 Sundhausen die lange Fahrt zum eigens formulierten „Spiel des Jahres“ nach Saalfeld an – in dieser Partie ging es sowohl um Ligapunkte als auch um den Einzug in das Halbfinale des Thüringer Landespokals. Die Trainer M. Bergmann, J. und T. Meisel konnten aufgrund von zahlreichen krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen lediglich auf 13 Spielerinnen zurückgreifen, welche der „Tormaschinerie“ der Saalfelderinnen Einhalt gebieten und bestmöglich selbst zum Torerfolg kommen sollten. Das Trio schwor seine Elf vor Anpfiff der Begegnung noch einmal ein und erinnerte an den bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte – dem Einzug in das Pokalfinale 2016 gegen die Reserve der Bundesligamannschaft des USV Jena. Der Sieg, so waren sich alle Akteure einig, ging an diesem Tag nur über den absoluten Willen, für den Erfolg auch über die Schmerzgrenze hinauszugehen.
In den ersten Minuten zeichnete sich bereits ab, dass beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten und sich ein offener Schlagabtausch entwickeln würde. Der TSV hatte in der Anfangsphase die besseren Chancen: so war es vor allem Stürmerin M. Chmiel, die dreimal den Abschluss suchte, wobei ein Schuss stark von der Saalfelder Torfrau C. Schwimmer pariert wurde und ein anderer knapp an deren Gehäuse vorbei ging. Gegen Mitte der ersten Hälfte kam dann der 1. FFC Saalfeld besser ins Spiel, wobei Top-Torschützin S. Hopfe TSV-Schlussfrau S. Curth mit einem Distanzschuss in die linke untere Ecke prüfte, die diesen jedoch glänzend zur Ecke abwehren konnte. In der Schlussviertelstunde drängten die Gastgeber die Sundhäuserinnen zunehmend in deren Hälfte, die sich nur noch durch Befreiungsschläge von der Umklammerung befreien konnten. Allerdings gelang es dem FFC nicht, ihre Druckphase in etwas Zählbares umzusetzen und so ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause.
Die Gäste kamen im Anschluss hochmotiviert aus der Kabine und machten ihre Ambitionen in der Anfangsphase der zweiten 45 Minuten recht deutlich. Die erste aussichtsreiche Chance gehörte folgerichtig auch dem TSV: Stoßstürmerin J. Schwabe wurde von C. Frohl optimal freigespielt und lief auf direktem Weg Richtung Saalfelder Tor zu, allerdings mangelte es bei ihrem Abschluss an der nötigen Präzision und Kraft, sodass der Schuss in den Armen von Schwimmer landete. Saalfeld war vor allem über lange Bälle auf ihre schnellen Außenspielerinnen sowie bei Standardsituationen gefährlich-ein Freistoß in günstiger Position wurde jedoch von Curth problemlos entschärft. Fast im Gegenzug gab es eine weitere Chance für die Sundhäuserinnen: Juliane Klein setzte sich auf der rechten Seite durch und wollte den Ball auf die freistehende Schwabe passen, dieser konnte allerdings von der Defensive gerade noch abgefangen werden. Nach einem Eckstoß von C. Bergmann ging Chmiels Schuss knapp am Gehäuse vorbei. Die letzte Riesenmöglichkeit war wiederum auf Seiten des TSV: Bergmann überlief dynamisch ihre Gegenspielerinnen und hatte lediglich noch Schwimmer vor sich, leider legte sie sich das Leder etwas zu weit vor, sodass die Torfrau die Situation richtig antizipierte und diese Möglichkeit zum Leidwesen Sundhausens zunichte machte. Somit teilten sich die Kontrahenten im Ligaspiel die Punkte, was vor allem auf die starken Defensivreihen beider Teams zurückzuführen war.
In der sich anschließenden Verlängerung blieben, wohl auch aufgrund der schwindenden physischen Kräfte, Torgelegenheiten Mangelware. Auf Sundhäuser Seite hatte Schwabe die aussichtsreichste Chance auf ihr erstes Tor für den TSV, sie legte sich den Ball jedoch etwas zu weit vor. Die Platzherrinnen hätten ihrerseits kurz vor Ende der Verlängerung den Einzug ins Halbfinale bereits klarmachen können, als Hopfe sich durch den Strafraum dribbelte und lediglich durch den vollen Körpereinsatz von Kapitänin S. Drehmann vom Torerfolg abgehalten werden konnte. Den zweiten Versuch parierte Curth ins Toraus. Betrachtet man die gesamten 120 Minuten so gilt es zu konsternieren, dass aufgrund der Chancenverteilung und der Spielanteile ein Sundhäuser Sieg nicht unverdient gewesen wäre, aber die Abschlussschwäche wieder einmal dazu führte, dass man sich für den hohen Aufwand nicht selbst belohnte.
Zum Elfmeterschießen traten im Anschluss auf jeder Seite fünf Akteurinnen an, die Nervenstärke beweisen wollten. Den Auftakt für den TSV machte M. Schilling: ihrem Schuss mangelte es allerdings an der nötigen Kraft, sodass er kein Problem für Schwimmer darstellte. Allerdings landete der erste Elfmeter von Saalfeld auch nur an der Latte, wodurch es immer noch 0:0 stand. Als Nächstes legte sich Frohl den Ball am Punkt zurecht und verwandelte in souveräner Manier halbhoch links. Saalfeld zog mit ihrem versenkten Elfmeter gleich. Bergmann nahm sich danach ein Herz und hämmerte das Leder zur 2:1 Führung in die Maschen. Der nachfolgende Elfmeter sorgte auf TSV-Seite kurzzeitig für Hoffnung, da dieser das Ziel um einige Meter verfehlte. Chmiel machte sich als 4. Schützin leider etwas zu viele Gedanken, sodass sie den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Die Saalfelder Spielerin machte es besser und glich zum 2:2 aus. Nun lastete aller Druck auf Drehmann, die selbstbewusst zum Punkt schritt, aber es ihr letztlich auch an dem nötigen Quäntchen Glück mangelte. Dieses Glück hatten die Gastgeber dann bei ihrem letzten Versuch, als der mit Wucht geschossene Elfmeter nur knapp unter der Latte landete.
Trotz des Ausscheidens konnten die Sundhäuserinnen die Heimreise erhobenen Hauptes antreten, da sie dem jungen Saalfelder Team über sehr weite Strecken Paroli bieten konnten und zum Teil auch näher am Sieg dran waren. Wir wünschen dem 1. FFC Saalfeld nun für das anstehende Halbfinale gegen den Weimarer FFC viel Erfolg.
Bericht:Julia Klein

26.03.2017: TSV 1869 Sundhausen - 1. FFV Erfurt II
Heimstärke demonstriert

Am vergangenen Sonntag stand mit dem aktuellen Tabellenzweiten der Thüringer Verbandsliga, dem 1. FFV Erfurt II, die nächste schwere Bewährungsprobe auf heimischen Rasen auf dem Programm. Bei schönstem Frühjahrswetter stimmte das Trainertrio seine Schützlinge auf die „Heimpremiere“ 2017 ein und appellierte an die Moral und Stärke seiner Mannschaft, dem Gegner aus Erfurt zu beweisen, wer das Sagen auf dem Sundhäuser Grün hat. Neben den günstigen äußeren Bedingungen konnten Bergmann & Co, trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle, auf ein großes und qualitativ gut besetztes Spielerkontingent zurückgreifen. Das Spiel begann, wie die Trainer es vor Beginn der Partie vermuteten, nämlich so, dass sich beide Teams fast vollständig egalisierten und Tormöglichkeiten Mangelware blieben. Das Spiel fand vorrangig im Mittelfeld statt, wobei die Zweikämpfe zwar hart umkämpft, aber dennoch fair geführt wurden. Die Landeshauptstädterinnen waren vor allem bei Standardsituationen, wie Eckbällen und Freistößen, durch ihre kopfballstarken Spielerinnen omnipräsent und stets gefährlich. Eine wirklich aussichtsreiche Torchance konnten sie in den ersten 45 Minuten allerdings nicht verbuchen. Die TSV-Damen hatten ihrerseits eine Einschussmöglichkeit, als M. Schilling den Ball nach einem Freistoß in Richtung Strafraum schoss und Juliane Klein den Ball fast unbedrängt nicht richtig traf, sodass er etwas über das Erfurter Tor ging.
In der Halbzeitansprache zeigte sich das Trainertrio angesichts der kämpferisch starken Heimleistung zufrieden und auch zuversichtlich für die zweite Halbzeit, dass möglicherweise die Punkte in Sundhausen bleiben könnten. Den besseren Auftakt hatten kurz nach dem Seitenwechsel allerdings die Gäste: nach einem schnellen Angriff über die rechte Außenbahn kam die Flanke gefährlich in den 16-Meter-Raum, wobei Stürmerin N. Brettschneider den Fuß als Erstes an den Ball bekam, der jedoch das Gehäuse von TSV-Keeperin S. Curth um ein paar Meter verfehlte. Nach diesem Weckruf versuchten die Gastgeber das Spiel wieder mehr an sich zu ziehen und sich spielerisch Richtung Gästehälfte vorzuarbeiten. Die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Führung für den TSV brachte ein direkt verwandelter Eckstoß von C. Bergmann in der 55. Spielminute. Motiviert durch die Führung versuchten die Sundhäuserinnen weiter Druck auf die Erfurter Defensive aufzubauen. Die ganze TSV-Offensive um J. Schleif, Juliane Klein, J. Schwabe, C. Bergmann und M. Chmiel zeigte sich an diesem Tag besonders willensstark und engagiert, wodurch die Erfurterinnen immer wieder vor Probleme gestellt wurden. In der 66. Minute konnte als Folge dessen die direkt frei auf die Torhüterin zulaufende Schwabe nur regelwidrig vom Ball getrennt werden. Zum fälligen Strafstoß trat Juliane Klein an, die bereits letzte Woche vom Punkt erfolgreich war und von daher über das nötige Selbstvertrauen verfügte. Allerdings versagten ihr diesmal leider die Nerven, wodurch der Ball in den Armen der Gästetorfrau J. Helbig landete. Jedoch bügelte Klein ihr Missgeschick in der 79. Minute selbst wieder aus, indem sie eine eigentlich als Flanke gedachte Vorlage im Tor zum umjubelten 2:0 unterbrachte. In den Schlussminuten versuchten die Gastgeber gegen einen stärkend werdenden Gegner mit aller Macht ihre Führung zu verteidigen. In der Nachspielzeit konnte das „Sundhäuser Bollwerk“ dann leider doch noch durch Außenstürmerin M. Hübner überwunden werden, die den Anschlusstreffer markierte. Aber alle weiteren Bemühungen halfen nichts mehr, kurz danach pfiff der gute Unparteiische M. Stein die Begegnung ab.
Nach diesem wichtigen Heimdreier darf aber nicht allzu lange gefeiert werden, sondern muss der Blick gleich wieder nach vorne gerichtet werden. Denn das als „Spiel des Jahres“ ausgegebene Punkt- und Pokalspiel am kommenden Sonntag 14 Uhr gegen den 1. FFC Saalfeld wirft bereits seine Schatten voraus. Darin geht es neben den Ligapunkten auch um den Einzug in das Pokal-Halbfinale des Thüringer Landespokals. Entsprechend steigen die Motivation und die Aufregung bei den TSV-Frauen, die auch dieses Jahr die Chance auf einen Finaleinzug wie 2016 wahren können. Es wird also spannend. :)
Bericht:Julia Klein

19.03.2017: SV Germania Ilmenau - TSV 1869 Sundhausen
Auswärtssieg dank längerem Atem

Am vergangenen Sonntag trafen der Tabellenelfte- die SV Germania Ilmenau- und der Tabellenachte- der TSV 1869 Sundhausen- bei regnerischer Witterung im Stadion am Hammergrund aufeinander. Nach dem aus Sundhäuser Sicht glücklosen 1:1 im Hinspiel, hatte die Elf von Trainer M. Bergmann an diesem Spieltag etwas gutzumachen. Unter der Vorgabe eines Auswärtsdreiers wurden die TSV Frauen vor Spielbeginn entsprechend taktisch und emotional auf ihren Kontrahenten eingestellt.
Die Partie begann zunächst zäh, herausgearbeitete Chancen waren in den ersten Spielminuten auf beiden Seiten Mangelware bzw. Stückwerk. Nach gut einer Viertelstunde zeigte sich eine leichte Feldüberlegenheit zugunsten der Gäste, in dieser Phase scheiterten Stürmerin M. Chmiel sowie Flügelspielerin J. Klein jeweils aus kurzer Distanz vor dem Ilmenauer Tor. Allerdings waren auch die Gastgeber, vor allem in Form von Standardsituationen, immer mal wieder gefährlich, sodass die erste Halbzeit einem offenen Schlagabtausch gleichkam, wobei Sundhausen ein leichtes Chancenplus für sich verbuchen konnte. Dieses Übergewicht wurde in der 43. Spielminute dann in Person von C. Bergmann in etwas Zählbares umgewandelt- nach einem Angriff über die linke Seite vollendete die Außenspielerin souverän zur 1:0 Führung.
In der Halbzeitansprache zeigte sich das Trainertrio trotz kleiner spielerischer Unzulänglichkeiten grundsätzlich zufrieden und vertraute für die zweite Halbzeit auf die mannschaftliche Geschlossenheit ihres Teams.
Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehörten vorrangig den Platzherrinnen, welche das ein oder andere Mal aussichtsreich vor TSV-Torfrau S. Curth auftauchten. Die Sundhäuser Denfensive hatte einige Mühe, den Angriffswellen standzuhalten, schaffte dies jedoch mit vereinten Kräften und einer gewissen Portion Glück. Mit der Einwechslung von Stürmerin J. Schwabe kam auf Seiten des TSV wieder neuer Schwung in die Angriffsbemühungen. Neben Chmiel scheiterte aber auch Schwabe zunächst noch an der eingewechselten L. Heise. In der 75. Spielminute konnte die quirlige Mittelstürmerin jedoch nur regelwidrig im Strafraum von den Beinen geholt werden- den fälligen Strafstoß verwandelte Juliane Klein zur 2:0 Führung. In der Schlussviertelstunde gewannen die Gäste dank ihrer konditionellen Vorteile wieder die spielerische Oberhand und hatten noch einige Tormöglichkeiten. Nach einer Vorlage von Schwabe machte sich Chmiel in der 80. Minute fast unbedrängt in Richtung Ilmenauer Gehäuse auf und markierte nervenstark den 3:0 Endstand.
Betrachtet man den gesamten Spielverlauf und die entsprechenden Spielanteile, so ist der Sieg in dieser Höhe auch verdient. Am kommenden Wochenende wartet mit der jungen Reserve des 1. FFV Erfurt eine schwere Heimaufgabe auf die Sundhäuserinnen. Auch diese Partie wird unter dem Stichwort Wiedergutmachung stehen- war man doch im Hinspiel in der Landeshauptstadt noch ohne echte Gegenwehr mit 1:3 nach Hause geschickt worden.
Bericht:Julia Klein

05.03.2017: 1.FFC Saalfeld - TSV 1869 Sundhausen
Gerechte Punkteteilung

Am vergangenen Sonntag stand für die Sundhäuser Damenmannschaft das erste Punktspiel 2017 auf dem Programm. Der Gegner im Klaus-Törpe-Sportpark war mit dem jungen Team des 1.FFC Saalfeld ein unbekannter. Das Trainergespann um M. Bergmann, J. und T. Meisel stand vor der Partie vor der schwierigen Aufgabe, ihre Spielerinnen auf den Ligakonkurrenten, der auf dem 5. Tabellenrang überwinterte, taktisch einzustellen, da die beiden Mannschaften auf dem Rasen erstmals aufeinandertrafen. Mit bislang 42 erzielten Tore, im Gegensatz zu 16 Treffern auf Sundhäuser Seite, konnte allerdings davon ausgegangen werden, dass der Saalfelder Offensive besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden musste. Der TSV Sundhausen, der nach der Hinrunde auf einem soliden 7. Platz lag, wusste nach überstandener Vorbereitungsphase und lediglich einem Vorbereitungsspiel nicht ganz genau, wo er spielerisch und konditionell steht. Aus diesem Grund setzte Bergmann zunächst auf eine kompakte Defensive mit Viererkette und einer Doppelsechs sowie lediglich einer echten Spitze, um aus einer sicher stehenden Hintermannschaft den einen oder anderen Nadelstich in Richtung Saalfelder Gehäuse zu setzen.
Die ersten Minuten waren dann auch durch ein gegenseitiges Abtasten gekennzeichnet. Beide Teams versuchten zunächst über gewonnene Zweikämpfe ins Spiel zu finden. Saalfeld war seinerseits über ihre schnellen Außenspielerinnen gefährlich, die die beiden Sundhäuser Außenverteidigerinnen Letsch und Hartmann des Öfteren unter Druck setzten. Zwingende Torchancen konnten sich die Saalfelderinnen jedoch bis zur 21. Spielminute nicht herausarbeiten. Dann führte ein Abstimmungsfehler in der Viererkette dazu, dass die Abseitsfalle nicht zuschnappte und Stoßstürmerin Deena Voigt freie Bahn Richtung TSV-Schlussfrau S. Curth hatte. Diese konnte den Schuss zwar noch erreichen, aber leider nicht entscheidend ablenken, sodass der Ball den Weg zum 0:1 ins Tor fand. Dieser frühe Rückstand schien die Sundhäuserinnen allerdings nicht im Geringsten zu demotivieren. Mit erkennbarer Entschlossenheit versuchten sie sich nun selbst in die gegnerische Hälfte zu kombinieren, wobei Kapitänin C. Frohl zweimal kurz hintereinander an der Saalfelder Torfrau scheiterte. Nach einer gespielten halben Stunde erkannte Flügelspielerin Juliane Klein ihre Chance in einem zur Torfrau zurückgespielten Pass: mit hohem Tempo lief sie die Torfrau an, die den Ball nicht kontrollieren konnte, wodurch Klein diesen Fehler zum 1:1 Ausgleich ausnutzen konnte. Klein hatte auch die Führung auf dem Fuß, scheiterte allerdings an der herauslaufenden 1.FFC-Torfrau. Die zu dieser Zeit verdiente Führung markierte dann nach einer ansehnlich vorgetragenen Angriffskombination über Klein, Chmiel und Frohl Außenspielerin C. Bergmann- allerdings ertönte kurz darauf der Pfiff des Unparteiischen wegen einer korrekt erkannten, wenn auch knappen Abseitsposition Bergmanns. Aufgrund der höheren Spielanteile, besseren Torchancen und der stärkeren Zweikampfquote hätten die Hausherrinnen zur Halbzeit führen können, wenn nicht sogar müssen. Das Trainertrio zeigte sich in der Halbzeitpause angesichts der dargebotenen Leistung ihrer Elf trotzdessen zufrieden und durchaus zuversichtlich für die zweiten 45 Minuten, warnte jedoch gleichzeitig vor aufkommender Unkonzentriertheit.
Wie die erste Phase nach Wiederanpfiff zeigte, sollten sie mit ihrer Warnung recht behalten. Saalfeld hatte in der ersten Viertelstunde den besseren Zugriff auf das Spiel, konnte jedoch nur mit Distanzschüssen gefährlich werden. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten kam der Gastgeber in den verbleibenden 30 Minuten wieder besser in Tritt, jedoch nicht mehr zu aussichtsreichen Tormöglichkeiten. Die TSV-Frauen hatten am Ende sogar noch Glück, als in den Schlussminuten drei Freistöße in Strafraumnähe das Sundhäuser Tor nur knapp verfehlten.
Insgesamt dürften beide Seiten aufgrund des gesamten Spielverlaufs mit dem Unentschieden zufrieden sein. Nach diesem ersten Aufeinandertreffen dürfte die taktische Analyse des Gegners in Bezug auf die Partie am 02.04.17 in Saalfeld, welches gleichzeitig Punktspiel und Pokalviertelfinale ist, leichter fallen. Für die Bergmannelf war dieses Nachholspiel eine erste wichtige Standortbestimmung, welche kleinere Defizite aufgezeigt hat, aber gleichzeitig auch aufgrund der physischen und spielerischen Verfassung seiner Mannschaft durchaus Zuversicht für die anstehenden schweren Aufgaben schafft. Kommende Woche gastieren die starken Eichsfelderinnen aus Uder in Sundhausen. Dort heißt es zum Rückrundenauftakt an diese Leistung anzuknüpfen, um die Punkte in den eigenen Reihen zu behalten.
Bericht:Julia Klein

11.12.2016:SV Concordia Riethnordhausen - TSV 1869 Sundhausen
Erfolgreicher Jahresabschluss

Am heutigen 3. Advent traten die TSV-Frauen zum letzten Pflichtspiel des Jahres 2016 beim Landesklassisten SV Concordia Riethnordhausen an. Der Sieger dieser Partie sollte dann in die Runde der letzten Acht des Thüringer Landespokals einziehen. Die Motivation, die letzten Kräfte vor dem Jahreswechsel zu bündeln und sich endlich mal für die guten spielerischen Ansätze zu belohnen, war bei allen Akteurinnen bereits vor Spielbeginn spürbar.
Dementsprechend engagiert begannen die Randgothaerinnen in den ersten Minuten. Nach gerade einmal zwei gespielten Minuten nutzte M. Schilling einen etwas zu kurz geratenen Abstoß zur frühen Führung, indem sie den Ball mit links in die Maschen knallte. Im Anschluss versuchten die Sundhäuserinnen den Gastgeber in ihrer eigenen Hälfte festzumachen und durch schnelles Kombinieren sich weitere Torchancen zu erarbeiten. Allerdings mangelte es oftmals an der letzten Präzision und der nötigen Ruhe. Statt die Bälle flach zu spielen, wurde etwas überhastet der hohe, meist zu lange Pass in die Spitze bevorzugt. Nach einer Viertelstunde setzten die TSV-Frauen ihre spielerische Überlegenheit dann auch mal wieder in etwas Zählbares um: Stürmerin M. Chmiel traf nach feiner Vorarbeit von Schilling zum 2:0. Riethnordhausen war in der Folgezeit stärker bemüht, die Zweikämpfe anzunehmen und die Räume in der Defensive etwas enger zu stellen. Als Gegenreaktion versuchten die Gäste ihr Spiel in die Breite zu ziehen und auch konsequenter den Platz auf den Außenbahnen zu nutzen. Das dritte Tor an diesem Tag war typisch für das Abschlussverhalten des TSV in dieser Saison. Nach dreimaligem Anlauf durch verschiedene Spielerinnen schaffte es C. Frohl schließlich im vierten Versuch endlich den Ball im Tor unterzubringen. Nur drei Minuten nach dem 3:0, in der 31. Spielminute, wurde Juliane Klein auf der rechten Seite regelwidrig zu Fall gebracht. Der Freistoß war dann ein Fall für Spezialistin L.-J. Schwarz: ihren präzisen Ball verwertete C. Bley am langen Pfosten ganz souverän. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es dann wiederum Bley, die ihren Torriecher zu entdecken schien: nachdem sie von Außenspielerin C. Bergmann mustergültig angespielt wurde, konnte sie den Ball im Strafraum gegen ihre Gegnerin behaupten und zur 5:0 Pausenführung abschließen. Bley hätte sogar noch ein lupenreiner Hattrick gelingen können, wenn ihr Fernschuss kurz vor der Halbzeit nicht knapp neben das Tor gegangen wäre.
Die Halbzeit nutzte das Trainertrio M. Bergmann, T. und J. Meisel, um kleine Fehlerquellen zu besprechen und ihrer Mannschaft ein paar Hinweise zu geben, damit das spielerische Niveau in der zweiten Hälfte mindestens gehalten bzw. noch gesteigert werden könnte.
Die TSV-Frauen benötigten dann jedoch etwas Anlaufzeit, um das Spielgeschehen wieder zu bestimmen. In der 61. Minute war es dann abermals eine Kombination zwischen Schilling und Chmiel, die zum Ausbau der Führung führte. Lediglich eine Minute später bedurfte es nur weniger Spielstationen, bevor Juliane Klein, die optimal von der frisch eingewechselten T. Letsch bedient wurde, mit einem sehenswerten Schlenzer ins linke obere Eck das 6:0 markierte. Ohne dem Gastgeber eine Möglichkeit zum Befreien zu geben, drückten die Gäste weiter Richtung gegnerisches Tor. Klein schnürte in der 66. Spielminute ihren Doppelpack nach einem Pass in die Schnittstelle von Frohl. Dass die Sundhäuserinnen auch bei Standardsituationen gefährlich sein können, bewiesen sie in der 74. Minute ziemlich ansehnlich: eine sehr gut getimte Ecke verwertete Frohl mit viel Übersicht. Für den Endstand in einer recht einseitigen, aber größtenteils fair geführten Partie sorgte Törjägerin Chmiel, deren dritter Treffer erneut von Schilling vorbereitet wurde. In den letzten zehn Spielminuten hatte Sundhausen zwar noch die ein oder andere Abschlussmöglichkeit, wirklich gefährlich wurde es hingegen nicht mehr.
Dieser Pokalsieg kann als versöhnlicher Abschluss eines aufregenden Fußballjahres 2016 gewertet werden. Nach dem Finaleinzug im Thüringen-Pokal im Mai und der DfB-Pokal-Teilnahme folgten teilweise durchwachsene Leistungen in der Liga, wodurch ein nicht ganz zufriedenstellender 7. Tabellenplatz in der Verbandsliga aktuell zu Buche steht. Der Anspruch sollte es sein, in der Winterpause weiter beharrlich und konsequent zu arbeiten, sodass die TSV-Frauen in der Rückrunde vielleicht ein paar Ränge nach oben klettern können. Andererseits wäre es eine Wunschvorstellung erneut in das Thüringer Pokalfinale einzuziehen. Dafür müsste aber zunächst einmal der erste schwere Stolperstein mit dem Ligakonkurrenten 1. FFC Saalfeld gemeistert werden. Die Saalfelderinnen überwintern derzeit auf einem guten 5. Tabellenrang. Diese Konstellation verspricht einen harten Kampf um den Einzug in das Halbfinale.
Bericht:Julia Klein

04.12.2016:FSV Silvester Bad Salzungen - TSV 1869 Sundhausen
Latte, Pfosten, Kopfball, … kein Tor

Am 2. Advent traten die TSV-Frauen bei erfrischenden Temperaturen die Reise in den Wartburgkreis zum direkten Tabellennachbarn FSV Silvester Bad Salzungen an. Die Sundhäuserinnen verfolgten beim letzten Ligaspiel 2016, das zugleich Rückrundenauftakt war, zwei Ziele: zum einen wollten sie Wiedergutmachung für die schwache Vorstellung in Gera machen, zum anderen den knappen Punkteabstand zu den Verfolgerinnen ausbauen, um mit einem beruhigenden Gefühl in die Winterpause zu gehen.
Nach einer unumgänglichen intensiven Aufwärmung kam der TSV Sundhausen bei winterlichen Minusgraden besser in die Partie. Die Gäste nahmen die Zweikämpfe an, eroberten eine Reihe von Bällen im Mittelfeld und probierten sich in die Hälfte des Gastgebers zu kombinieren. In der Anfangsviertelstunde hatten sie bereits eine sehr aussichtsreiche Torchance, als Juliane Klein mit Übersicht den Ball zu T. Letsch querlegte, die nicht lange zögerte und abschloss. Allerdings war Silvester-Torfrau B. Heiß zur Stelle und verhinderte für ihre Mannschaft einen frühen Rückstand. Durch ihr offensives Stellungsspiel verhalf Heiß dem TSV in der Folgezeit jedoch zweimal zu Möglichkeiten, leider verfehlten dabei sowohl C. Frohl als auch M. Chmiel mit ihren Fernschüssen das freistehende Gehäuse. Bad Salzungen startete vor allem über ihre linke Außenseite ein paar Entlastungsangriffe, dabei suchten sie vorrangig Stoßstürmerin S. Kirchner, die allerdings größtenteils von den Sundhäuser Innenverteidigerinnen unter Kontrolle gebracht werden konnte. Nach gut einer halben Stunde konnte Stürmerin Chmiel ca. 25m vor dem Tor nur regelwidrig vom Ball getrennt werden. Den fälligen Freistoß trat L.-J. Schwarz in Richtung Strafraum, dort konnte der Ball zunächst geklärt werden, landete im Anschluss aber wieder bei Schwarz, die einen zweiten Versuch unternahm und das Leder wiederholt in die Gefahrenzone brachte. Im Strafraumgewühl war es dann Nachwuchstalent A. Köhler, die am schnellsten reagierte und die Sundhäuser Führung markierte. In der Folgezeit entwickelte sich dann ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Silvester seinerseits versuchte etwas mehr Druck aufzubauen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff ermöglichte ein gravierender Abstimmungsfehler in der Sundhäuser Defensive den zu diesem Zeitpunkt unverdienten Ausgleichstreffer für den Gastgeber: Kirchner nutzte den Fehler kaltschnäuzig aus, indem sie mit einem Sonntagsschuss aus ca. 16m Torhüterin S. Drehmann im Sundhäuser Tor bezwang.
In der Halbzeitpause zeigte sich das Trainertrio recht zufrieden mit der dargebotenen Leistung und appellierte an den Mannschaftsgeist, in der zweiten Halbzeit geschlossen für den Auswärtssieg zu kämpfen.
Aufgrund der gut besetzten Reservebank konnte in der zweiten Hälfte auch personell etwas umgestellt werden. Allrounderin M. Schilling machte in den ersten Minuten durch zwei gefährliche Fernschüsse auf sich aufmerksam, allerdings verhinderten die Latte bzw. Torfrau Heiß die Sundhäuser Führung, auch das Nachsetzen von Klein führte nicht zum gewünschten Erfolg. Die zweite Halbzeit spielte sich fast vollständig in der Bad Salzunger Hälfte ab. Die TSV-Frauen zeigten hierbei einen sehenswerten Kombinations- und Angriffsfußball, der lediglich ein Manko aufwies: den effizienten Torabschluss. Die Platzherrinnen tauchten in den zweiten 45 Minuten nicht einmal gefährlich vor Drehmann auf. Aus diesem Grund ist es umso ärgerlicher, dass auch weitere Möglichkeiten durch Chmiel, Klein und Schilling ungenutzt blieben. Kurz vor Ende der Partie ertönte nach einem Foul noch einmal der Pfiff des Schiedsrichters. Kapitänin Frohl gab den Ball dann scharf in den 5-Meter-Raum, wo Abwehrspezialistin C. Bley mit einem wuchtigen Kopfball den vermeintlichen Siegtreffer markierte. Allerdings war Schiedsrichter C. Altmann der Auffassung, dass Heiß in ihrer Schutzzone regelwidrig attackierte wurde und gab das Tor daher nicht. Aufgrund der Spielanteile und des gesamten Spielverlaufs wäre der Sieg mehr als verdient gewesen. Das Glück war an diesem Spieltag allerdings nicht auf der Seite des TSV Sundhausen. Die Partie gegen Bad Salzungen stand jedoch auch sinnbildlich für die gesamte Hinrunde der Saison 2016/2017: trotz zum Teil sehr guter Spielanlagen und zahlreich erarbeiteter Tormöglichkeiten mangelt es bisher noch an der nötigen Abschluss-Effizienz. Wenn dann zusätzlich noch die kleinen Abstimmungsfehler in der Defensive abgestellt werden könnten, besteht für die zweite Saisonhälfte die Hoffnung, ein paar Plätze in der Tabelle nach oben zu klettern.
Am kommenden Sonntag steht dann wirklich das letzte Spiel 2016 auf dem Programm: in der Pokalpartie gegen den Landesklassisten SV Concordia Riethnordhausen kann dann vielleicht schon mit der Fehlerbehebung begonnen werden.
Bericht:Julia Klein

27.11.2016:FFC Gera - TSV 1869 Sundhausen
Aufwärtstrend zunächst einmal gestoppt

Am heutigen 1. Advent traten die Damen des TSV Sundhausen die lange Auswärtsreise nach Ostthüringen an, um ihrem Gegner, dem FFC Gera, die Punkte streitig zu machen. Mit einem Auswärtserfolg hätte der TSV die Möglichkeit, den Abstand zu dem Tabellensechsten Gera und somit der oberen Tabellenhälfte zu verkürzen. Das Trainergespann M. Bergmann und T. Meisel konnte mit insgesamt 16 Akteurinnen theoretisch aus dem Vollen schöpfen.
Entsprechend zuversichtlich und motiviert gingen die Sundhäuserinnen im Anschluss auch in die Partie. In den ersten Spielminuten zeichnete sich bereits ab, dass beide Mannschaften sich an diesem Spieltag nichts schenken würden. Die Zweikämpfe wurden angenommen und Sundhausen versuchte seinem Gegner so wenig Raum wie möglich fürs Kombinieren anzubieten. Mit vereinten Kräften gelang dies in der Anfangsviertelstunde zunächst recht gut. Nach einem Freistoß von C. Bergmann hatte Stürmerin M. Chmiel sogar die Führung auf den Füßen, ihr Schuss aus kurzer Distanz wurde jedoch von Geras Torhüterin stark pariert. Gegen Mitte der ersten Halbzeit war es wiederum Chmiel, die nach einer schönen Kombination über Julia Klein und C. Frohl zum Abschluss kam, das Tor jedoch um einige Meter verfehlte. In der Folge kamen die Gastgeber stärker auf, auch weil Sundhausen den Zugriff im Mittelfeld verlor und durch einige Fehlpässe Gera Chancen auf Konter einräumte. In der Konsequenz wurde Torhüterin S. Drehmann vermehrt in Form von gefährlichen Freistößen in Strafraumnähe geprüft. Bis kurz dem Halbzeitpfiff konnte die Bergmannelf dem Druck Geras standhalten, dann war es Stürmerin T. Gruschwitz, die in der 42. Minute am schnellsten reagierte, nachdem Drehmann zuvor hervorragend einen Schuss von der Strafraumgrenze pariert hatte. Die Sundhäuser Defensive war in diesem Moment gedanklich einfach einen Schritt zu langsam. Somit ging es mit einem knappen Rückstand in die Kabine. Dort appellierte das Trainerduo nochmal an die Moral des Teams, sich jetzt nicht aufzugeben und mannschaftlich geschlossen gegen eine Niederlage zu stemmen.
Kurz nach Wiederanpfiff kamen die TSV-Frauen wieder einmal in Person von Chmiel zu einer aussichtsreichen Tormöglichkeit, die jedoch von Torhüterin J. Kremke vereitelt wurde. Diese Chance wirkte für die Platzherrinnen wie eine Art Weckruf: in der Folgezeit war der FFC vor allem durch Angriffe über die Außenbahnen näher am Ausbau der Führung, als umgekehrt der TSV am Ausgleich. Nach einer gespielten Viertelstunde tauchten die Gäste allerdings ihrerseits zum wiederholten Mal gefährlich vor dem Geraer Gehäuse auf, jedoch traf die junge A. Köhler statt des Tores nur die herausstürmende Keeperin. Unmittelbar nach dieser gescheiterten Aktion startete Gera einen schnellen Gegenangriff, welcher mit dem 2:0 durch Gruschwitz vollendet wurde. Wenige Minuten später hätte Gruschwitz gar einen Hattrick markieren können, ihr Schuss aufs leere Tor ging jedoch wenige Zentimeter daneben. Die TSV-Frauen kamen in den letzten 20 Spielminuten nur noch sporadisch zu eigenen Angriffsversuchen. Das Spielgeschehen fand vorrangig im Mittelfeld statt, wobei die Zweikampfhärte auf beiden Seiten stetig zunahm. Der Unparteiische R. Köhler verstand es über die gesamte Spiellänge allerdings gut, die Emotionen zu kontrollieren, sodass die Partie nicht aus dem Ruder lief. In der 83. Spielminute nutzte Gera dann einen effektiv vorgetragenen Konter in Person der quirligen J. Stachon, um Sundhausen den letzten Funken Hoffnung zu nehmen. Die Gäste aus Westthüringen wollten sich bis zum Schlusspfiff jedoch nicht gänzlich geschlagen geben und kamen in der Nachspielzeit durch Chmiel, nachdem sie zuvor von Klein bedient wurde, noch zu ihrem verdienten Ehrentreffer.
Im Ganzen betrachtet geht der Sieg für den FFC Gera völlig in Ordnung, auch wenn er vielleicht etwas zu hoch ausfiel. Nach drei Siegen in Folge hat der TSV Sundhausen nun einen wieder einen Rückschlag erlitten. Aber anstatt lange an der Niederlage zu knabbern, sollten sich die Sundhäuserinnen noch einmal voll auf die letzte Ligapartie 2016 konzentrieren, um mit einem positiven Gefühl in die Winterpause zu gehen. Nächsten Sonntag geht es zum direkten Kontrahenten nach Bad Salzungen.
Bericht:Julia Klein

06.11.2016:TSV 1869 Sundhausen - ESV Lok Meiningen
Gleiches Ergebnis, anderes Spiel

Am vergangenen Sonntag gastierte die Damenmannschaft der ESV Lok Meiningen an der Trügleber Straße. Während die Gäste aus Südthüringen sich durch einen Auswärtssieg Luft zu den Abstiegsrängen verschaffen wollten, hatten sich die Sundhäuserinnen das Ziel gesteckt, mit einem Heimdreier den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu wahren. Das Trainergespann um M. Bergmann, J. und T. Meisel forderte vor Spielbeginn von ihrer Mannschaft ganz banal, dass sie es „wie letzte Woche“ machen sollten. Gemeint ist hier der souveräne 4:0 Heimerfolg gegen die SV Schott Jena am vorherigen Sonntag
Mit dieser Vorgabe gingen die TSV-Frauen dann in die Partie. Jedoch wurde ihnen recht schnell klar, dass der Gegner ein anderer war, der ebenfalls um die Punkte kämpfen wollte. Die ersten Spielminuten waren von vielen Unkonzentrierten im Spielaufbau und technischen Fehlern geprägt, die zudem von mangelnder Laufbereitschaft begleitet wurden. Nach diesen Anlaufschwierigkeiten bekamen die Sundhäuserinnen nach ungefähr einer Viertelstunde einen besseren Zugriff auf das Spielgeschehen. In der Folge häuften sich die Torabschlüsse auf den Meininger Kasten, wobei die Torfrau zunächst tadellos parieren konnte. In der 20. Spielminute wurde die spielerische Überlegenheit dann in etwas Zählbares umgewandelt: nach einer Ecke von C. Bergmann konnte die Meininger Hintermannschaft die Situation nicht entscheidend klären, sodass Juliane Klein im Strafraum an den Ball kam und sofort aufs Tor schoss. Der Schuss ging von der Latte an den Rücken der Torhüterin und von dort ins Tor. Lok Meiningen, die einige technisch versierte Spielerinnen in ihren Reihen haben, versuchte sich ihrerseits auch Torchancen zu erarbeiten. Ausgangspunkt jeder gefährlichen Meininger Aktion war dabei A. Mittelsdorf, die gegen Mitte der ersten Hälfte fast die Vorlage zum Ausgleich gebracht hätte. Jedoch rutschte neben der TSV-Defensive auch die Lok-Offensive am Ball im 5m-Raum vorbei. Auf Sundhäuser Seite scheiterte J. Schleif zweimal knapp, ebenso wie Juliane Klein, die mit etwas Glück ihren zweiten Treffer hätte markieren können. In der 40. Minute vollendete Stürmerin M. Chmiel einen exzellenten Angriff über die rechte Seite zum verdienten 2:0. Nur drei Minuten später nahm sich Innenverteidigerin L.-J. Schwarz aus ca. 25m einfach mal ein Herz und hämmerte den Ball in die Maschen zur 3:0 Pausenführung. In der Halbzeitpause zeigte sich das Trainertrio vom Spielverlauf her grundsätzlich zufrieden, forderte aber auch anhaltende Konzentration und Laufbereitschaft für die zweite Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel war es zunächst wieder Schleif, die sich im Torabschluss versuchte, der jedoch nicht von Erfolg gekrönt war. Die für sie in der 56. Minute eingewechselte T. Letsch knüpfte nahtlos an die Leistung ihrer Vorgängerin an und sorgte auf ihrer rechten Seite für ständige Gefahr in der Meininger Hintermannschaft. In der 64. Spielminute belohnte sich Chmiel endlich mal für ihre starke Einsatzbereitschaft und schob den Ball, nachdem sie zuvor passgenau von Bergmann bedient wurde, mit Übersicht ins linke untere Eck. Mit dieser sicheren Führung im Rücken, schalteten die TSV-Damen im Anschluss einen Gang runter. Trotzdem kamen sie noch zu weiteren Torchancen: Schwarz scheiterte bei ihrem Freistoß aus 20m (mal wieder) an der Latte, zudem lieferte sie nach schönem Solo an der Außenlinie C. Frohl eine Vorlage, welche dann den Ball leider nicht richtig traf. In den Schlussminuten überlief Mittelsdorf die TSV- Defensive. Schwarz konnte sie zwar im Strafraum noch einholen, dabei aber nur regelwidrig vom Ball trennen. Zum fälligen Strafstoß trat nach einigen Diskussionen schließlich L. Reglin an. TSV-Torfrau S. Curth ahnte jedoch die Ecke und wehrte den Ball ins Feld ab, wo Reglin wartete und den Nachschuss an die Latte setzte. So blieb am Ende die Null auf Sundhäuser Seite stehen und die Trainervorgabe wurde haargenau eingehalten.
Nach drei Ligasiegen in Folge verharren die Sundhäuserinnen zwar weiter auf Platz 7, halten aber Anschluss an die obere Tabellenhälfte. Am kommenden Samstag steht das Pokalspiel in Riethnordhausen auf dem Programm. Die Mannschaft kennt man noch aus gemeinsamen Landesklasse-Zeiten. Gegen die Frauen des SV Concordia Riethnordhausen hatten die TSV-Frauen seinerzeit einige Schwierigkeiten und nahmen daher nur selten Punkte mit. Diese Vorgeschichte verspricht ein interessantes und heiß umkämpftes Duell um den Einzug in die nächste Pokalrunde.
Bericht:Julia Klein

30.10.2016:TSV 1869 Sundhausen - SV Schott Jena
Starke Mannschaftsleistung

Am gestrigen Sonntag hatte das Publikum in Sundhausen endlich mal wieder Grund zum Jubeln. Nach einem überzeugenden Auftritt schickten die TSV-Frauen ihren Gegner, die Damen des SV Schott Jena, mit einem klaren 4:0 Erfolg wieder zurück in die Universitätsstadt.
Bereits von der ersten Spielminute war deutlich zu spüren, dass jede einzelne Spielerin für den Heimsieg kämpfen wollte und dafür auch den einen oder anderen Laufweg mehr in Kauf nahm. In der 6. Minute durfte sich der TSV dann über das erste Tor nach zwei torlosen Heimspielen freuen. Nach einer Ecke von C. Bergmann gelang es der Schott-Defensive nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen. Juliane Klein beförderte das Leder daraufhin einfach mal senkrecht in die Höhe, der Ball landete im Anschluss im 5-Meter-Raum passgenau auf dem Kopf von C.Frohl, die die frühe Führung für ihr Team markierte. Auch in der Folgezeit blieben die Sundhäuserinnen am Drücker und erarbeiteten sich weitere Tormöglichkeiten, indem sie nach vorne das Spiel breit machten und die Zuspiele an diesem Tag zumeist präzise kamen. Deswegen verwundert es nicht, dass die TSV-Damen in der 23. Minute ihre Führung ausbauen konnten. Nach einem regelwidrigen Einsteigen einer Schott-Abwehrspielerin an Stürmerin M. Chmiel entschied der Unparteiische folgerichtig auf Strafstoß. Kapitänin Frohl übernahm Verantwortung und verwandelte in souveräner Manier gleich zweimal, nachdem der erste Versuch wegen zu frühem Einlaufen einer TSV-Spielerin zurückgepfiffen wurde. Lediglich drei Minuten später legte sich L.-J. Schwarz den Ball aus ca. 30m zurecht und schoss direkt aufs Jenaer Gehäuse, wo die Torhüterin einige Schwierigkeiten bei der Abwehr hatte und das Leder schließlich irgendwie den Weg ins Tor fand. Bis zum Halbzeitpfiff hatten die Platzherrinnen noch zwei weitere aussichtsreiche Chancen, aber leider waren bei den Freistößen von Bergmann und Schwarz die Latte bzw. die Torfrau die Spielverderber. Jena konnte seinerseits lediglich zwei Schüsse verbuchen, die allerdings knapp das TSV-Tor verfehlten.
In der zweiten Halbzeit zeigte sich das Spielgeschehen fast unverändert: die Sundhäuserinnen starteten einen Angriff nach dem anderen und die Jenaer Offensivbemühungen wurden zumeist souverän von der gut gestaffelten TSV-Viererkette zunichte gemacht. Die letzten Zweifel am Heimsieg wurden dann in der 64. Spielminute beseitigt: ein langer Abschlag von Torfrau S. Drehmann wurde von Frohl weiter Richtung startender Juliane Klein geleitet, die nach einem kräftezehrendem Laufduell, am Boden liegend den Ball noch ins Tor spitzeln konnte. Bis zum Schlusspfiff war es vor allem Chmiel, die sich einige Chancen erarbeitete und zum Teil akrobatisch per Fallrückzieher abschloss. Einzig an dem nötigen Quäntchen Glück mangelte es bei ihr in dieser Partie. Alles in allem war es ein absolut verdienter Heimerfolg, der nie wirklich gefährdet war.
Deshalb heißt es in der kommenden Woche an diese geschlossene Teamleistung anzuknüpfen, wenn der TSV Sundhausen die Damen des ESV Lok Meiningen empfängt.
Bericht:Julia Klein

23.10.2016:SSV 07 Schlotheim - TSV 1869 Sundhausen
Kein Befreiungsschlag beim Arbeitssieg

Am vergangenen Sonntag trat die Damenmannschaft des TSV 1869 Sundhausen beim Tabellenschlusslicht, dem SSV 07 Schlotheim, an. In dieser Partie mussten die Sundhäuserinnen unbedingt punkten, um nicht noch weiter in den Tabellenkeller abzurutschen. Vor Spielbeginn prophezeite das Trainertrio um M. Bergmann, J. und T. Meisel bereits, dass es eine enge Begegnung zwischen den zwei abschlussschwächsten Teams der Liga (Sundhausen 5 Tore, Schlotheim 2 Tore) werden würde.
Dass sie mit ihrer Vorahnung wieder einmal recht behalten sollten, zeigte sich in der ersten Halbzeit eklatant. Den TSV-Frauen gelang es zum wiederholten Male nicht, ihre drückende spielerische Überlegenheit in etwas Zählbares umzusetzen. Trotz zahlreicher Torchancen, die im zweistelligen Bereich lagen, konnte die Offensivabteilung um M. Schilling, Juliane Klein, J. Schleif, C. Bergmann und C. Frohl den Ball nicht im Schlotheimer Gehäuse unterbringen. Dies lag neben den eigenen Defiziten auch an der an diesem Tag herausragend parierenden SSV- Keeperin Vanessa Linke. Des Weiteren hatte der Schiedsrichter nicht immer ein glückliches Händchen bei seinen Entscheidungen, so hätte er bei einem regelwidrigem Zweikampf, in der eine Schlotheimer Abwehrspielerin Bergmann eindeutig auf den Fuß trat, konsequent auf den Punkt zeigen müssen. Die Schlotheimerinnen beschränkten sich in den ersten 45 Minuten hauptsächlich aufs Verteidigen und kamen nur bei gelegentlichen Konterversuchen in die Sundhäuser Hälfte.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit veränderte sich das Bild etwas und Schlotheim kam durch frühes Pressing zu mehr Spielanteilen. Die Gastgeber versuchten vorrangig durch überfallartig vorgetragene Konter den Führungstreffer zu markieren. Jedoch antizipierte die TSV-Viererkette dies zumeist, sodass sich Schlotheim keine glasklaren Möglichkeiten herausarbeiten konnte. Allerdings kamen auch die Gäste zu ihren Chancen: in der 52. Spielminute war es dann Nachwuchshoffnung A. Köhler, die ihre Mannschaft nach einem Freistoß von Bergmann mit 1:0 in Front brachte. Aber anstatt mehr Sicherheit und Ruhe durch diese Führung zu gewinnen, verfiel die Bergmann-Elf wieder zurück in ihr altes Muster: die Bälle konnten hinten nicht konsequent geklärt werden und vorne gingen die eingewechselte J. Schwabe, Schleif, Schilling und Frohl zu fahrlässig mit ihren Chancen um. Aus diesem Grund hieß es erneut zittern bis zum Schlusspfiff, um die knappe Führung über die Zeit zu retten.
Betrachtet man das gesamte Spiel, so geht der Sundhäuser Sieg an diesem Tag vollkommen in Ordnung, auch wenn er hart erarbeitet werden musste. Als Befreiungsschlag kann man diesen gefühlten 6-Punkte-Erfolg aber dennoch nicht verstehen, da die Ladehemmung vor dem gegnerischen Tor immer noch nicht behoben werden konnte. An diesem Defizit müssen die TSV-Frauen bis zum kommenden Sonntag arbeiten. Dann erwartet der aktuell Tabellensiebte auf heimischen Rasen nämlich den letztjährigen Vize-Landesmeister, den SV Schott Jena.
Bericht:Julia Klein

16.10.2016:TSV 1869 Sundhausen - Weimarer FFC
Hergeschenkte Punkte

Am heutigen Sonntag traf die Damenmannschaft des TSV 1869 Sundhausen bei schönstem Fußballwetter auf den Tabellenführer der Thüringer Verbandsliga, den Weimarer FFC. Dementsprechend motiviert gingen die Sundhäuserinnen auf heimischem Rasen in die Partie gegen die Klassikstädterinnen. Der Plan sah so aus, dass man defensiv sicher stehen wollte gegen die FFC-Tormaschinerie (25 Tore in 6 Spielen) und die Offensive den ein oder anderen guten Konter einleiten sollte, um auf diese Weise für Entlastung zu sorgen.
In der ersten Halbzeit egalisierten sich beide Mannschaften fast vollständig. Weimar wurde lediglich durch Standardsituationen in Höhe der Strafraumgrenze gefährlich. Die TSV-Frauen hatten ihrerseits eine sehr aussichtsreiche Tormöglichkeit, als die als Stürmerin umfunktionierte Luise Brand von Kapitänin Carolin Frohl mustergültig bedient wurde und eigentlich bis auf den Torabschluss alles richtig machte. Des Weiteren sind noch die Distanzschüsse von Frohl und Juliane Klein zu erwähnen, denen allerdings die Präzision fehlte.
In der Halbzeitpause zeigte sich das Trainergespann um Marko Bergmann und Jens Meisel eigentlich recht zufrieden. Sie warnten jedoch zugleich auch davor, unkonzentriert zu werden, da Weimar stets gefährlich ist und auf solche Situationen lauert.
Wie die zweite Halbzeit im Anschluss zeigte, sollten sie mit ihrer Vorahnung recht behalten. Die Gäste aus Weimar kamen gleich sehr engagiert aus der Kabine und ließen ihrem Gegner wissen, dass sie ihren Platz an der Tabellenspitze behaupten wollten. Die TSV-Viererkette verstand es an diesem Tag allerdings gut, die Räume eng zu machen und den schnellen FFC-Stürmerin um Top-Torjägerin Anna Mursch so wenig Raum wie möglich anzubieten. In der 54. Spielminuten bestraften sich die Sundhäuserinnen dann leider mal wieder selbst, als auch nach mehrmaligem Versuch nicht gelang, den Ball aus der Gefahrenzone im Strafraum zu schlagen. Weimar nutzte die Situation im Gewühl eiskalt aus, indem Lisa Behland einfach mal gegen den Ball trat, der dann ins Sundhäuser Tor kullerte. Torhüterin Sylvana Curth, die zuvor stark parierte war in diesem Moment einfach die Sicht versperrt. Die TSV-Frauen versuchten sich im Anschluss nochmal aufzurappeln , um wenigstens zum verdienten Ausgleich zu kommen. Jedoch fehlte es in der Offensive an der nötigen Durchschlagskraft, als Justine Schleif, Frohl oder Klein ihren Torabschluss suchten. Weimar rettete den knappen Vorsprung am Ende über die Zeit, auch wenn nicht unterschlagen werden darf, dass Curth gegen Mursch noch zweimal glänzend parierte.
Wieder einmal gehen die Sundhäuserinnen nach einer guten Leistung ohne was Zählbares nach Hause. Am kommenden Wochenende sind die TSV-Damen dann in Schlotheim gefordert, wo sie schon fast mit dem Rücken an der Wand endlich punkten müssen.
Bericht:Julia Klein

09.10.2016:TSV 1869 Sundhausen - FF USV Jena III
Verdiente Punkteteilung

Der Frauenmannschaft des TSV 1869 Sundhausen gelang es am vergangen Sonntag den Landesmeister der Vorsaison der Frauen 2 Punkte streitig zu machen. Im Heimspiel, welches aufgrund der Witterungsbedingungen auf dem Kunstrasenplatz im Volkspark-Stadion des FC Wacker Gotha ausgespielt wurde, gelang ein mehr als verdientes 1:1-Unentschieden gegen den FF USV Jena III.
Die Motivation der Sundhäuserinnen war bedingt durch die bisher nur mäßige Punktausbeute aus den vorherigen Spielen groß, außerdem hatte das letzte Aufeinandertreffen mit den Jenaerinnen mit einem 1:0 für den TSV entscheiden können. Durch die sehr gute Personalsituation hatte das Trainergespann um Marko Bergmann zudem viele taktische Möglichkeiten.
Beide Mannschaften begannen engagiert und lieferten sich vor allem im Mittelfeld viele Duelle um den Ball, zunächst noch mit Vorteilen für Jena. Dabei hielt die neu formierte Innenverteidigung mit Julia Klein und C. Bley den Angriffswellen des USV noch stand.
Erst in der 18. Minute führte ein Querschläger dazu, dass Jena in Überzahl auf das Gehäuse von Torfrau S. Curth zulief. Diese parierte noch den ersten Schuss, war dann aber gegen die nachgelaufene USV-Stürmerin Amanda Kay Halter chancenlos. Das 1:0 aus Jenaer Sicht war zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht unverdient.
Kurze Zeit später gab es hingegen die erste sehenswerte Chance auf Sundhäuser Seite, ein Schuss von M. Schilling schrammte nur knapp am Pfosten des Jenaer Tors vorbei.
Obwohl Jena in der Folge weiter gefährlich blieb und es in der Sundhäuser Hintermannschaft kleine Abstimmungsprobleme gab, konnten sich die TSV-Frauen gegen Ende der ersten Halbzeiten auch selbst immer mehr Chancen erarbeiten und ihr Spiel durchsetzen.
Ein Angriffsversuch über die linke Seite war dabei besonders aussichtsreich, Kapitänin C. Frohl konnte den Ball aber leider mit ihrem etwas schwächeren linken Fuß nicht im Tor unterbringen.
Zur Halbzeitpause waren sich alle Akteure seitens des TSV trotz des Rückstandes einig, dass in diesem Spiel noch nichts verloren war. Entsprechend zuversichtlich ging zurück auf das Feld.
Das Spiel fand auch in der zweiten Halbzeit vorrangig im Mittelfeld statt und war nun ausgeglichener. Jena kam nur noch vereinzelt gefährlich vor Torfrau S. Curth. Sundhausen drückte immer stärker auf den Ausgleichstreffer. Jenas Defensive stand dem jedoch meist souverän entgegen, zumindest bis zur 83. Minute. Nach einem sehenswerten Spielzug über die rechte Seite sicherte sich M. Chmiel den Ball, legte ab auf C. Frohl, die aus 20 m auf das Tor schoss. Jenas Torfrau lenkte den Schuss an die Latte und Stürmerin Juliane Klein hatte dann keine Probleme den abwehrten Ball zum viel umjubelten 1:1 ins Netz zu köpfen.
In den letzten Spielminuten gab es auf keiner Seite weitere Chancen und so endete die Partie mit einer für beide Mannschaften verdienten Punkteteilung, mit Hoffnung des TSV, dass die Euphorie bis zum nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den aktuellen Tabellenersten aus Weimar anhält.
Bericht:Julia Klein, Madlen Kästner

18.09.2016: 1. FFV Erfurt II - TSV 1869 Sundhausen
Die Frauen des TSV Sundhausen gastierten am vergangenen Sonntag in der Landeshauptstadt Erfurt bei der Reserve des 1. FFV Erfurt. Nach dem dürftigen Unentschieden gegen Ilmenau war die Mannschaft um Trainer Marko Bergmann eigentlich auf Wiedergutmachung aus und wollte den spielstarken Erfurterinnen die Punkte streitig machen. Jedoch wollten auch die Blumenstädterinnen zeigen, dass die hohe Auswärtsniederlage in Uder nur ein einmaliger Ausrutscher war. Aus diesem Grund verstärkten sie sich mit Spielerinnen aus der Regionalliga-Mannschaft und stellten auf einigen Positionen um.
Mit dem Anpfiff sollten diese Maßnahmen des 1. FFV gleich Wirkung zeigen- die Erfurterinnen waren von Beginn an hellwach und zwängten den TSV-Damen gleich ihr Spiel auf. Die meisten Angriffe liefen über ihre starke rechte Seite, auf der es den schnellen Außenspielerinnen Dana Behnsen und Jessica Gross leider viel zu oft gelang, die Sundhäuser Hintermannschaft zu überlaufen und gefährliche Flanken in den 16m-Raum zu geben. In der 7. Spielminute belohnte sich Erfurt zum ersten Mal selbst für ihr laufintensives Spiel- Stürmerin Melanie Hübner nutzte eine Flanke von D. Behnsen zur 1:0 Führung. Im Anschluss an diesen Weckruf hatte man zumindest das Gefühl von stärkerer Gegenwehr auf Sundhäuser Seite. Die Zweikämpfe im Mittelfeld wurden konsequenter geführt und der TSV schaffte es, sich langsam aus der Umklammerung zu lösen. Nach einem mustergültigen Abschlag von Torhüterin Sylvana Curth nahm sich TSV-Stürmerin Marta Chmiel in der 12. Minute einfach mal ein Herz und knallte den Ball aus ca. 30m über die weit vorm Tor stehende Erfurter Torfrau zum 1:1 Ausgleichstreffer in die Maschen. In den Folgeminuten kamen die Gäste etwas öfter in die gegnerische Hälfte. Sie versuchten mehr Druck auf die Erfurterinnen aufzubauen und wären auch fast dafür belohnt wurden, wenn Stürmerin Juliane Klein, nach feinem Zuspiel von Carolin Frohl, vorm FFV-Gehäuse abgeklärter gewesen wäre. Der 1. FFV knüpfte nach diesem Muntermacher wieder an sein starkes Kombinationsspiel an, in dem vor allem Marie-luise Sydow die Strippen im Mittelfeld zog und zumeist als Zweikampfsiegerin aus ihren Duellen hervorging. Mitte der ersten Hälfte bauten die Hausherrinnen ihren Vorsprung dann abermals durch M. Hübner aus, wieder nutzte sie eine Flanke von der rechten Seite. Bis zum Halbzeitpfiff kam es zu keinen weiteren nennenswerten Szenen.
Die zweite Halbzeit begann, sehr zum Leidwesen des Sundhäuser Trainerteams, wie die erste- Erfurt hatte mehr Spielanteile und die höhere Zweikampfquote, die TSV-Frauen verloren leider zu viele Bälle im Mittelfeld. Entsprechend dem Spielverlauf fiel in der 56. Minute schließlich das 3:1 für Erfurt, erzielt durch eine Einzelaktion von M. Sydow. Sundhausen hätte zumindest noch einmal verkürzen können, wenn die eingewechselte Justine Schleif nach einer schönen Kombination mit J. Klein ins Tor und nicht knapp daneben getroffen hätte. Fairerweise muss jedoch dazu gesagt werden, dass der Heimsieg des 1. FFV noch höher hätte ausfallen können, wenn nicht S. Curth so glänzend pariert hätte. Alles in allem muss von Seiten des TSV eingeräumt werden, dass diese Niederlage verdient war, da man in fast allen Bereichen an diesem Tag unterlegen war und der Gegner sowohl gedanklich als auch körperlich immer einen Schritt voraus war.
Um an den Fehlerquellen zu arbeiten und sich wieder Selbstvertrauen zu holen, bleiben den Sundhäuserinnen nun 3 Wochen Zeit, bevor der USV Jena III auf heimischen Rasen gastiert. Am Tag der Deutschen Einheit findet um 14 Uhr allerdings noch das Pokalspiel zwischen dem FSV Eintracht Wechmar und dem TSV Sundhausen statt. Dieses „Lokalderby“ könnte ein interessantes Duell werden, da Landesklassist Wechmar dem Landesligisten Sundhausen das Weiterkommen bestimmt so schwer möglich machen möchte.
Bericht:Julia Klein

11.09.2016: TSV 1869 Sundhausen - SV Germania Ilmenau
Liegengelassene Punkte Am vergangenen Sonntag bekamen die Zuschauer auf dem Sundhäuser Sportplatz bei schönstem Wetter eine eher schwache Partie zwischen den Gastgeberinnen und den Gästen aus Ilmenau geboten.
Trotz guter Personalsituation fanden die TSV-Damen über die gesamte Spiellänge keinen richtigen Zugriff zum Spielgeschehen und ließen darüber hinaus ein paar hochkarätige Chancen liegen.
In der ersten Halbzeit hatte Ilmenau lediglich eine aussichtsreiche Chance: ein Schuss von der Strafraumgrenze konnte jedoch von Laura-Joe Schwarz abgeblockt werden. Der TSV Sundhausen unternahm seinerseits einige Angriffe Richtung Ilmenauer Hälfte, jedoch mangelte es entweder am letzten präzisen Pass bzw. an der Abgeklärtheit vor dem gegnerischen Tor. So verzog beispielsweise Marta Chmiel, nach schönem Zuspiel von Theressa Keller, fast freistehend vor Gästetorhüterin Peggy Stange. Ebenfalls etwas am Gehäuse vorbei ging der satte 20m Schuss von Schwarz.
In der zweiten Hälfte zeigte sich ein fast unverändertes Bild: viele Ballverluste auf beiden Seiten, fehlende Ideen im Spielaufbau und stärkere Kampfbetonung durch langsam schwindende Kräfte. Allerdings hätte die Partie vielleicht einen anderen Verlauf nehmen können, wenn TSV-Stürmerin Keller zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht den Pfosten, sondern das Tor getroffen hätte. Im Anschluss versuchten die Sundhäuserinnen gelegentlich noch mit langen Bällen in die Spitze bzw. Fernschüssen zu Torgelegenheiten zu kommen, jedoch war dies meist nicht zwingend. Für eine Schrecksekunde sorgte der unglückliche Zusammenprall von der an diesem Tag stark aufspielenden Schwarz sowie einer Ilmenauer Abwehrspielerin im Strafraum, wobei sich die Sundhäuser Außenspielerin verletzte und ausgewechselt werden musste. Im Endeffekt müssen die TSV-Frauen mit dem Punktgewinn zufrieden sein, zumal Ilmenau kurz vor Abpfiff nochmal gefährlich vor Sundhausens Torfrau Sylvana Curth auftauchte.
Am kommenden Sonntag werden die Karten wieder neu gemischt, wenn es in die Landeshauptstadt zur spielstarken Reserve des 1. FFV Erfurt geht.
Bericht:Julia Klein

04.09.2016: FSV 06 Uder -TSV 1869 Sundhausen
Kampfgeist am Ende nicht belohnt Am vergangenen Sonntag traten die Damen des TSV Sundhausen zum ersten Auswärtsspiel beim FSV 06 Uder an. Ungewohnt früh ging es zum am weitesten entfernten Spielort ins Eichsfeld, da die Partie bereits 12 Uhr angepfiffen werden sollte. Der Gastgeber aus Uder ließ mit seinem hohen Auswärtssieg letzte Woche beim FFC 07 Gera, dem Drittplatzierten der Saison 2015/16, bereits gehörig aufhorchen und sorgte somit für eine große Überraschung am ersten Spieltag. Die TSV-Frauen konnten aufgrund dessen davon ausgehen, dass Uder höchstwahrscheinlich konditionell sehr gut aufgestellt ist und bis Spielende dagegen halten würde. In diesem Zusammenhang ungünstig war, dass die Mannschaft um die beiden Co-Trainer Jens und Tobias Meisel lediglich mit 11 Spielerinnen die lange Fahrt antrat. Ungeachtet dessen appellierten die Trainer im Vorfeld des Spiels an den mannschaftlichen Kampfgeist und die individuelle Willenskraft. Zudem stellte T. Meisel die zukunftsweisende Bedeutung dieses Auswärtsspiels heraus-gewinnt man erstmals in Uder, ist das ein klares Zeichen an die Konkurrenz, dass mit Sundhausen gerechnet werden kann.
In den ersten Spielminuten entwickelte sich gleich ein munteres Spiel auf beiden Seiten. Daher verwundert es auch nicht, dass Top-Torjägerin Karina Wilhelm eine Unachtsamkeit in der Sundhäuser Hintermannschaft in der 8. Spielminute ausnutzte und den Ball abgeklärt an Ersatztorfrau Sandra Drehmann vorbei zum 1:0 ins Netz schob. Sundhausen ließ sich jedoch von dem frühen Rückstand nicht verunsichern und spielte sich immer wieder mit ansehnlichem Kurzpassspiel in die gegnerische Hälfte. In der 16. Spielminute wurden die Bemühungen der Gäste dann schließlich belohnt-Stürmerin Marta Chmiel erlief sich einen langen Ball aus dem Mittelfeld und vollstreckte souverän zum Ausgleich. Nur zwei Minuten später hebelte ein langer Ball auf den linken Flügel die TSV-Abwehr aus- Laura-Joe Schwarz konnte ihre Gegnerin zwar im Strafraum noch stellen, laut Ansicht des Unparteiischen allerdings nur mit unfairen Mitteln. Den fälligen Strafstoß verwandelte Uders Kapitänin K. Wilhelm ganz präzise zur erneuten Führung. Die TSV-Frauen wollten aber auch diesmal nicht aufstecken und starteten unmittelbar nach dem Anstoß wieder zum Gegenangriff. Das Ganze mit Erfolg. Nach Querpass von Kapitänin Carolin Frohl spielte Michele Schilling ihre technische Klasse aus und lupfte den Ball über die Torfrau zum 2:2 Ausgleich. Uder erspielte sich im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nur noch eine nennenswerte Chance, und zwar, als K. Wilhelm aus sehr spitzem Winkel S. Drehmann prüfte. Sundhausen seinerseits hatte mehr aussichtsreiche Tormöglichkeiten. Allerdings war das Glück nicht auf Sundhäuser Seite, als sowohl Carolin Bergmann wie auch M. Schilling nur das Aluminium trafen.
Die zweite Hälfte war größtenteils sehr zerfahren- das Passspiel wurde beiderseits frühzeitig unterbunden, die Präzision ließ nach und körperlich mussten vor allem die Sundhäuserinnen dem tiefen Rasen Tribut zollen. Jedoch versuchten sie ihre kleinen konditionellen Defizite mit großem Kampfgeist zu kompensieren. Bis zur 67. Spielminute egalisierten sich beide Mannschaften fast vollständig- dann ertönte in einem regelkonformen Zweikampf auf der rechten Außenbahn plötzlich der Schiedsrichterpfiff. Der Uder zugesprochene Freistoß fand im Strafraum den Kopf von K. Wilhelm, die dem Ball eine andere Richtung gab und abermals die Führung für ihre Mannschaft markierte. Sundhausen versuchte im Anschluss noch einmal alles, um zum verdienten Ausgleich zu kommen. Leider scheiterte M. Schilling zweimalig vor Uders Tor. Was man jedoch nicht unterschlagen darf, ist, dass Uder seine Führung noch hätte ausbauen können, der Schuss von der linken Strafraumgrenze prallte allerdings nur gegen den Pfosten.
Trotz der Niederlage waren sich alle nach Abpfiff einig, dass auf dieses Spiel aufgebaut werden kann und ein Punktgewinn definitiv im Bereich des Möglichen lag. Dieses Ziel wollen die TSV-Frauen am kommenden Sonntag verwirklichen, wenn sie die SV Germania Ilmenau auf heimischen Rasen empfangen.
Bericht:Julia Klein


21.08.2016: TSV 1869 Sundhausen – Magdeburger FFC
Die Sundhäuser TSV-Damen unterliegen im DFB-Pokal nach aufopferungsvollen Kampf dem Magdeburger FFC mit 0:4. Mit 0:4 verabschiedeten sich die Verbandsliga-Fußballerinnen vom TSV 1896 Sundhausen aus der ersten Runde des DFB-Pokals. Regionalligist Magdeburger FCC erwies sich erwartungsgemäß als zu hohe Hürde. Vorwürfe müssen sich die Mädels um Trainer Marko Bergmann keine machen. Sie lieferten einen aufopferungsvollen Kampf, ließen sich bei weitem nicht so an die Wand spielen wie im Pokalfinale von Jena. Das änderte aber nichts daran, dass Torfrau Sylvana Curth viermal hinter sich greifen musste.
Die Gäste aus Magdeburg hatten von Beginn an mehr vom Spiel. Sundhausen regierte zunächst etwas unsicher, konnte aber dann die Marschrichtung vom Trainer, nämlich hinten dicht zu machen, umsetzen. Chancen der Gegnerinnen allerdings konnten auch sie allerdings nicht verhindern. Dabei müssen sich die Gäste vorwerfen lassen, viele davon leichtfertig vergeben zu haben. Einmal mehr erwies sich Sundhausens Torfrau Curth als sichere Bank. Sie hielt ihren Kasten bis zur Schlussminute der ersten Halbzeit sauber. Doch dann konnte sich bei einem Flankenschuss von der rechten Seite den Ball nicht festhalten. Theresa Weiß war zur Stelle und markierte den Führungstreffer für die Magdeburger durch die Beine von Curth. Damit waren die Hoffnungen dahin, mit weißer Weste in die Pause zu gehen. Gegen Ende der ersten Halbzeit hatten sich die Sundhäuserinnen auch verstärkt um den Angriff bemüht. In der 43. Minute konnte Michele Schilling mit einem schönen Pass die gegnerische Abwehr überwinden, doch Magdeburgs Schlussfrau zeigte sich auf der Hut. Trainer Bergmann hatte vor dem Spiel angekündigt, mit einer dichten Abwehr den Gästen den Mut zu nehmen. "Sollten wir sehen, dass dann für uns was geht, haben wir uns eine Taktik zurecht gelegt", kündigte er an.
Nun, mit nur einem Tor Rückstand war, zumindest theoretisch, noch alles für die TSV-Spielerinnen drin. Dagegen aber hatten die Magdeburgerinnen einen eingespielten Angriff zu setzten. Der ließ die Gastgeberinnen gar nicht erst in ein erfolgversprechendes Spiel nach vorn kommen. Zehn Minuten nach den Wiederanpfiff war es erneut Theresa Weiß, die den Ball im Tor zum 2:0 unterbringen konnte. Damit war der Bann gebrochen, drei Minuten später versenkte Natalie Grenz das Leder im Sundhäuser Kasten. Wer jetzt noch glaubte, dass die Partie zu drehen sei, musste über einen ungeheuren Optimismus verfügen. In der 71. Minute prüfte Grenz erneut Sylvana Curth. Erfreulich, dass die Gastgeber bei aller Überlegenheit der FCC-Kickerinnen nicht aufgaben. Ab Minute 75 intensivierten sie wieder ihre Angriffsbemühungen. Zahlbares kam leider nicht dabei heraus. Im Gegenteil, Nina Schuster markierte in der 82. Minute den 4:0 Endstand.
Sundhausen hatte sich auf ein Fußballfest gefreut – und es erlebte ein Fußballfest. So viele Zuschauer (270 laut Statistik) hat der Jürgen-Karstadt-Sportpark lange schon nicht mehr erlebt. Auch wenn die heimische Elf ausschied, sie tat es erhobenen Kopfes und mit Kampfgeist, der auch mit den Gegentoren nicht erlahmte. Dass die Sportanlage ein historisches Spiel im DFB-Pokal erlebte, war auch an der Schiedsrichterin festzumachen. Marina Wozinak aus Hagen leitete die Partie nicht nur umsichtig, mit ihr stand auch eine Fifa-Schiedsrichterin auf dem Rasen. Im März 2015 wurde sie als Schiedsrichterassistentin für die Weltmeisterschaft im gleichen Jahr nominiert. Dort stand sie mit ihrer Kollegin Katrin Rafalski Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus beim Spiel des Gastgebers Kanadagegen Neuseeland auf dem Platz. Ebenfalls an der Linie assistierte sie 2012 bei den Olympischen Spielen - im Endspiel.
Bericht:Klaus-Dieter Simmen

KFA-
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